Di, 18. August 2026 – So, 23. August 2026
Es gibt Regatten, die fühlen sich an wie ein klassischer Offshore-Roman: Start vor einer vibrierenden Küste, ein taktischer „Gate-Moment“, dann Tage und Nächte auf freier Bahn – bis am Ende Monaco am Horizont auftaucht. Genau dieses Rezept macht die Palermo–Montecarlo so besonders. 2026 geht das Rennen in seine 21. Ausgabe – und die Organisatoren haben die Eckdaten bereits veröffentlicht: 18.–23. August 2026
Die wichtigsten Fakten zur Ausgabe 2026
Terminfenster: 18.–23. August 2026
Start: Dienstag, 18. August 2026
Startsignal (Monohulls): 11:55 CEST „Warning Signal“ (weitere Klassen gemäß Segelanweisungen)
Siegerehrung: 23. August 2026, 19:00 im Yacht Club de Monaco
Distanz: ca. 500 Seemeilen
Organisation: Circolo della Vela Sicilia, in Zusammenarbeit mit Yacht Club de Monaco und in Partnerschaft mit Yacht Club Costa Smeralda
Freitag, 14.08. Ankunft der Crew
Samstag, 15.08. Trainingstag 1
Sonntag, 16.08. Trainingstag 2
Montag, 17.08. Bootsvorbereitung / Ruhetag
Dienstag, 18.08. Start
Sonntag, 23.08. Siegerehrung
Der Kurs: „Free Route“ – aber mit einem taktischen Nadelöhr
Die Palermo–Montecarlo ist kein „stumpfer“ Geradeaus-Kurs. 2026 gilt erneut: Start im Golf von Mondello (Palermo), dann Offshore Richtung Norden – mit einem einzigen verpflichtenden Gate vor Porto Cervo – und schließlich der Zieleinlauf in Monte Carlo.
Diese Kombination ist seglerisch Gold wert:
- Free Route bedeutet echte Routing-Arbeit (Wetter, Strömung, Landabdeckung, lokale Effekte)
- Das Porto-Cervo-Gate zwingt die Flotte in eine gemeinsame taktische Phase – oft entscheidet sich hier, wer „im Spiel“ bleibt und wer den Anschluss verliert
Warum dieses Rennen so einen Sog entwickelt
1) Sommer-Offshore, aber nicht „Sommer-leicht“
August im Tyrrhenischen Meer und entlang Sardiniens kann alles sein: von zähem Leichtwindpoker bis zu kräftigem Gradient. Genau das macht die Regatta so spannend: Routing, Bootspeed und Crew-Rhythmus zählen gleichermaßen.
2) Von Sizilien nach Monaco – sportlich und ikonisch
Der Kontrast könnte kaum größer sein: Start in Palermo/Mondello, Ziel im Port Hercule – Offshore-Segeln mit großer Kulisse.
3) Rekordjagd ist real
Die Organisatoren verweisen darauf, dass Black Jack 100 zuletzt zwei Jahre in Folge den Rekord gedrückt hat – 2024 auf etwas über 44 Stunden, 2025 auf 38:53:16. Das ist ein klares Signal: 2026 könnte wieder ein Jahr werden, in dem die Maxi-Szene ernsthaft „auf Zeit“ fährt.
Klassen, Wertungen und Zulassung: Wer kann starten?
Laut Notice of Race 2026 sind u. a. vorgesehen:
- ORC (International oder Club; Gruppeneinteilung)
- IRC (für Yachten < 18,29 m LH; Teilung nach Meldestand möglich)
- Maxi Yachts (LH ≥ 18,29 m; IRC)
- Class40, Multihulls, außerdem u. a. Classic/Foiling-Yachts (je nach Meldestand/Klasseneinteilung)
Mindestgröße: LH ≥ 9,00 m
Sicherheitsstandard: Offshore Special Regulations Kategorie 3 inkl. Rettungsinselpflicht (laut Ausschreibung)
Was Upscale Sailing-Crews sportlich einplanen sollten
Aus seglerischer Sicht sind drei Dinge für die Palermo–Montecarlo entscheidend:
- Routing-Disziplin: Free Route heißt: konsequent Wetterfenster, Shift-Zonen und Nachtphasen planen – und dann Kursentscheidungen durchziehen
- Gate-Taktik Porto Cervo: Hier verdichtet sich das Feld. Wer zu spät „am Tor“ ankommt oder die falsche Seite wählt, verschenkt schnell Stunden
- Crew-Management: 500 sm sind lang genug, dass Schlaf, Ernährung, Rollen an Bord und Fehlerkultur über Platzierungen entscheiden
Palermo–Montecarlo 2026 ist Offshore-Segeln in Reinform
18.–23. August 2026, ca. 500 Seemeilen, ein einziges Pflicht-Gate und ein Ziel, das wie eine Belohnung wirkt: Monaco. Wer mediterranes Offshore-Racing liebt – ob auf Performance-Yacht, Maxi oder Double-Handed-Setup – findet hier eine Regatta, die sportlich ernst ist und gleichzeitig diesen unverwechselbaren Sommer-Offshore-Charme hat.
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